Eine unfassbare Entwicklung offenbart der aktuelle Bericht zu Antibiotika-Verbrauchsmengen des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Der Grünen-EU-Abgeordnete Martin Häusling kommentiert diesen wie folgt:
„Der neue BfR-Bericht ist ein Alarmsignal. Allgemein ist beim Antibiotikaeinsatz in der Tiermast nur ein minimaler Rückgang zu verzeichnen. In der Geflügelmast sehen wir hingegen einen frappierenden Anstieg. Die eingesetzte Antibiotikamenge ist 2025 um 12 Prozent auf 56,9 Tonnen gestiegen, obwohl sich die Zahl der erfassten Betriebe praktisch nicht verändert hat. Das ist keine Makulatur: In Deutschland werden jährlich 702 Millionen Geflügeltiere geschlachtet.
Ein Masthuhn lebt in Deutschland im Schnitt 35 bis 49 Tage. Nur 20 Prozent der Betriebe setzen keine Antibiotika ein – beim Rest erhalten die Tiere sogar mehrfach während ihres kurzen Lebens Antibiotika. Schlechte Haltungssysteme dürfen aber nicht mit dem Einsatz von Antibiotika ausgeglichen werden. Besonders problematisch: Auch der Einsatz von als besonders kritisch eingestuften Reserveantibiotika wie Colistin und Fluorchinolonen steigt wieder!
Das ist eine Gesundheitsgefahr für uns Menschen, denn die Antibiotika aus der Tiermast landen auf unseren Tellern. Sie befinden sich in unserem Wasser und in unseren Böden. Weltweit sterben jedes Jahr über 1 Million Menschen direkt an den Folgen von Antibiotikaresistenzen.
Auch hierzu der Gegenentwurf: Bio-Bruderhahn-Aufzucht im Mobilstall bei Biophilja – mit viel Platz und Zeit, und vor allem OHNE Antibiotika oder andere Medikamente!

Ein Bild aus dem Sommer: Hähne chillen im schattigen Gebüsch, aber beobachten skeptisch, was der Typ mit der Kamera macht…