Der Bauernhof im Winter

Ein verrücktes Weltwetter: Während wir am Montag bei Temperaturen um den Gefrierpunkt Schnee schaufeln, vermeldet die Tante aus Melbourne (Australien) drückende 42°C, und ein Ingenieurbüro-Kunde aus Regina (Saskatchewan/Kanada) klirrende -37°C, mit Wind! Mit diesen Zahlen im Hinterkopf wirkt das Schneeräumen in Halle fast wie ein Urlaubserlebnis…

Bild: Schneeräumen ist nicht nur auf Gehwegen, sondern auch von den Tunnelfolien nötig, und ersetzt an diesem Tage das Sportprogramm!
Das neue Jahr begann hier am Stadtrand, abgesehen vom Silvester-Lärm, recht ruhig und friedlich, mit moderaten Temperaturen um die Null Grad. Nach der ersten Woche begann die knackige Kälte, dann kam der Schnee, dann die Schneeschmelze, nun seit letzter Woche wieder Dauerfrost und sogar neuer Schnee. Die noch im Beet stehenden Gemüsekulturen finden Kahlfrost und wechselnde Temperaturen nicht so toll, sodass leider einiger Ausfall bei Grünkohl und Feldsalat zu verzeichnen ist. Temperaturen unter Null schränken auch die Ernte ein, wodurch im Hofladen diesmal nur wenig Salat und sicherlich kein Porree und Grünkohl angeboten werden können.
Bild: Das kräftige Grün des Wirsings strahlt durch die Schneedecke hindurch. Wenn es taut, wächst die Pflanze weiter!
Den Tieren geht es trotz der Kälte ganz gut. Die Hühner freuen sich nachts über angenehme Temperaturen in ihren wärmeisolierten Mobilställen. Tagsüber dürfen sie seit 13. Januar wieder auf die Wiese gehen, denn die Vogelgrippe-bedingte Aufstallungspflicht ist endlich beendet! Scharren und Picken fällt im Schnee zwar schwer, aber dafür gibt es ja zusätzlich den überdachten Auslauf im großen Folientunnel. Den Schutzhunden macht die Kälte nichts aus – das dichte Fell schützt sehr wirksam.
Bild: Herdenschutzhund Benni ist am Neujahrsmorgen noch völlig platt vom nächtlichen Lärm…