Eier für Ostern

Nun beginnt schon wieder das Osterfest! Was liegt näher, als die Eier direkt auf dem Biobauernhof zu holen und die Hühner einmal zu besuchen? Bei der ersten Hofführung des Jahres, am 27.03.26 Uhr, war das möglich! Die jüngsten Besucher durften die Ostereier direkt aus dem Nest im Mobilstall mitnehmen.

Weiße oder helle Eier sind ja an Ostern fürs Einfärben besonders beliebt. Die braunen Eier müssen aber trotzdem nicht gemieden werden, denn sie lassen sich mit den üblichen Natur-Eierfarben aus dem Bioladen genauso gut umfärben wie helle Eier. Hier im Bild haben wir im gleichen Topf gefärbte  braune und helle Eier einmal nebeneinander gelegt, links braun, rechts hell. Hättest du es erkannt?

 

 

 

 

 

 

 

Bild: Die Tiere selbst interessiert es eher wenig, wie die Eier umgestaltet werden. Sie freuen sich über sonnige Stunden und verbringen diese unter den gerade erwachenden Agroforst-Pappeln mit Staubbaden und Sonnen.

Interessant ist die aktuelle verrückte Situation auf dem globalen Eiermarkt. Hierzu schreibt Hugo Gödde in seinen Marktbeobachtungen in der Bauernstimme: „Seit Weihnachten und erst recht im Vorfeld des Osterfestes herrscht auf dem Eiermarkt eine ungebremste Nachfrage. Der außergewöhnliche Konsumbedarf hält die Lieferketten vom Erzeuger über die Packstellen bis zum Ladenregal unter Druck. […] Über die Ursachen und Hintergründe wird branchenweit viel gerätselt. […] Tatsächlich ergänzen sich mehrere Faktoren:

  • vielfältige Bestandsräumungen infolge der Vogelgrippe,
  • damit verbundene behördliche Anordnungen für Restriktions- und Vorbeugemaßnahmen,
  • Probleme der Logistik, wenn klassische Lieferketten unterbrochen sind,
  • knappe beziehungsweise geringe Warenvorräte bei Verarbeitungsbetrieben,
  • die bevorstehende Ostersaison mit zusätzlichem Bedarf an gekochten und gefärbten Eiern,
  • eine zweistellige prozentuale Bestandsreduzierung von Legehennen und große Lieferprobleme im Nachbarland Niederlande, unserem größten Importeur (Selbstversorgungsrate hier ca. 65%)
  • die üblichen, umfangreichen und langfristig geplanten Herdenwechsel zum Jahresanfang.“

Das lassen wir mal so wirken, und freuen uns, euch als lokaler Biobetrieb mit dem raren Gut versorgen zu können!